11. Januar 2018

Veranstaltungsbericht Fachgespräch „Roma-Community in Berlin – mehr Mitbestimmung, mehr Partizipation“


Am 13. Dezember lud ich zusammen mit meinen Kolleg*innen Karin Korte (SPD) und Katina Schubert (LINKE) zum Fachgespräch „Roma-Community in Berlin – mehr Mitbestimmung, mehr Partizipation“ ein. Viele Vertreter*innen von Roma und Sinti Selbstorganisationen waren unserer Einladung gefolgt um gemeinsam zu beraten welche Lösungswege es gibt um in Zukunft mehr Mitbestimmung und Partizipation der Roma-Community in Berlin zu gewährleisten. Während es viele verschiedene Meinungen dazu gab, welches Instrument den besten Nutzen für alle versprechen würde, ob nun ein Rahmen-Vertrag, ein Staatsvertrag oder z.B. ein Roma-Gesetz, so waren sich alle Anwesenden darüber einig, dass es wichtig ist als erstes ein Gremium oder einen Beirat zu etablieren. Dieser sollte von allen gewählt werden, hier können dann aktuelle Themen diskutiert und abgestimmt werden, er kann das Sprachrohr in die Öffentlichkeit sein.
Bezüglich der Idee eines Rahmenvertrages gab es Unstimmigkeiten darüber ob es sinnvoll sei nur eine Organisation als Vertragspartner zu nennen, anstatt gegebenenfalls ein Bündnis. Ein Staatsvertrag, der als alternative Option angesprochen wurde, hätte allerdings den Nachteil dass zugewanderte Roma hier nicht inbegriffen wären.
Trotz der Diversität der Gruppen gibt es viele Themenbereiche von denen sie gemeinsam betroffen sind: Antiziganismus, Diskriminierung u.a. auch bei der Wohnungsvergabe, fehlende Kulturförderung , fehlende Interkulturalität der Schulcurricula, fehlende Sensibilisierung der Schulen für die Auseinandersetzung mit Antiziganismus, die Pflege der Gedenkorte. Eine koordinierte Zusammenarbeit zur Bekämpfung der Probleme stärkt die gemeinsame Stimme.
Weiterhin wurde von mehreren Akteuren angemerkt, dass die Mittelvergabe transparenter von Statten gehen muss, die Kriterien und Qualitätsstandards müssen klarer definiert werden.

Diese gemeinsamen Themen bieten, so die Grundstimmung im Raum, einen guten Ausgangspunkt um in Zukunft zusammen zu arbeiten. Wie und in welcher Form, darüber soll beim nächsten Treffen Anfang 2018 weiterdiskutiert werden.

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