15. März 2017

Wissmann muss weg! Symbolische Straßenumbenennung

Anlässlich des internationalen Tages gegen Rassismus am 21. März benennt Susanna Kahlefeld, MdA, Bündnis 90/Die Grünen zum zweiten Mal in einer symbolischen Aktion die Wissmannstraße in Neukölln um: Aoua Kéita war Aktivistin und Schriftstellerin, die sich für Frauenrechte und die Unabhängigkeit des Sudans (heutiges Mali) eingesetzt hat.

Gastredner sind Famson Akinola, Vorsitzender des Afrika-Rates Berlin-Brandenburg & Moctar Kamara, Vorsitzender des Zentralrates der afrikanischen Gemeinde in Deutschland.

21.03.2017 / 11 Uhr / Ecke Wissmannstraße/Hasenheide (Nähe U-Hermannplatz)

Die Grüne Fraktion der Bezirksverordnetenversammlung Neukölln setzt sich schon seit Jahren für die Umbenennung der Straße ein. Dazu erklärt Susanna Kahlefeld:

„Als Reichskommissar schlug Hermann von Wissmann von 1888-1890 den antikolonialen Widerstand in Ostafrika gewaltsam nieder und trug zum Ausbruch des blutigen Maji-Maji-Krieges bei. Eine Umbenennung dieser nach einem Kolonialverbrecher benannten Straße ist längst überfällig! Dazu brauchen wir auch in Neukölln einen Diskussions- und BIldungs-Prozess, wie ihn der Bezirk Mitte schon seit einigen Jahren erfolgreich durchführt: Mit Anwohner*innen, Fachleuten und Aktivist*innen der Dekolonisierung.“

Die Aktion soll mit verschiedenen Namensvorschlägen wiederholt werden, bis die Wissmannstraße endlich offiziell umbenannt wird.

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