18. April 2016

PM: Roter Teppich für Neuköllner Fahrradfahrer*innen!


Anja Kofbinger, Susanna Kahlefeld und Georg Kössler, die drei Direktkandidat*innen der Grünen
der Wahlkreise 1,2 & 3 Neuköllns für das Abgeordnetenhaus, rollen am Dienstag den 19.4.2016
den Radfahrer*innen Nord-Neuköllns den roten Teppich aus. Die Flashmob- Aktion findet an drei
Standorten statt. Sie macht auf die schlechte Fahrradinfrastruktur des Bezirks aufmerksam. Wir
fordern das Bezirksamt auf, endlich aktiv zu werden!


Berlins Fahrradkultur boomt. Immer mehr Einwohner*innen entdecken das Rad als ihr Hauptverkehrsmittel, der Fahrradverkehr steigt stetig. Beim ADFC-Fahrradklima-Test rutscht Berlin jedoch immer weiter ab, und ist nun unter den Schlusslichtern der Tabelle. Doch anstatt den dringend notwendigen Ausbau der Fahrradinfrastruktur voranzutreiben, schiebt das Bezirksamt Neukölln Personalmangel als Grund vor, in diesem Bereich kaum aktiv zu werden.

Wir fordern einen schnellen Ausbau der Fahrradinfrastruktur Neuköllns, besonders im Norden des Bezirks, um allen Radfahrer*innen eine gefahrlose Teilnahme am Verkehr zu ermöglichen. Symbolisch  sollen wir daher den Neuköllner Radfahrer*innen an drei Orten den roten Teppich aus, an denen  Radwege dringend notwendig sind:

1. 10 Uhr Weser-/ Ecke Pannierstraße - Anja Kofbinger rollt den roten Teppich  aus
2. 17 Uhr Karl-Marx-Platz – Georg Kössler rollt den roten Teppich  aus
3. 17.30 Uhr Herrfurthstr./ Ecke Herrfurthplatz - Susanna Kahlefeld rollt den roten Teppich aus

Anja Kofbinger, MdA, kritisiert den schleppenden Ausbau der Fahrradinfrastruktur des Bezirks. „Schon seit Jahren setzten wir und die Grüne Fraktion der BVV uns für ein fahrradfreundliches Neukölln ein. Doch fast alle Vorschläge und Anträge werden abgelehnt. Die Weserstraße verfügt ab der Pannierstraße immerhin über einen Fahrradweg. Leider ist er schlecht befahrbar, mit dem Ergebnis, dass viele Radfahrer auf den daneben liegenden Fußgängerweg ausweichen. Das macht keinen Sinn und muß dringend geändert werden.“

Susanna Kahlefeld, MdA und direkt gewählte Abgeordnete im Schillerkiez: „Ich freue mich über den Start des Fahrradvolksbegehrens. Nirgendwo wird so arrogant gegen die eigene Bevölkerung Politik gemacht wie in Neukölln – sei es im Milieuschutz oder eben in Sachen Radverkehr. Das muss auf allen politischen Ebenen anders werden.“
 
Auch Georg Kössler, Direktkandidat im Wahlkreis 3 kritisiert das fehlende Engagement des Bezirksamtes Neuköllns beim Ausbau der Fahrradinfrastruktur. Trotz eines einstimmig angenommenen Antrages der Grünen Fraktion der BVV zur Beteiligung des Bezirksamtes am Bundeswettbewerb Klimaschutz im Radverkehr durch den dringend notwendige Umbaumaßnahmen gefördert werden könnten, sieht sich Stadtrat Blesing (SPD) nicht in der Lage, dem zu folgen. Georg Kössler ist fassungslos: "Der Wettbewerb würde es Neukölln ermöglichen, mit geringen eigenen Mitteln sehr viel für den Fahrradverkehr zu machen. Es ist Politikversagen, wenn Beschlüsse der BVV nicht mal im Ansatz angegangen werden können.“

Link zur PM

« zurück