07. September 2016

Schriftliche Anfrage: Anerkennung ausländischer Abschlüsse: Was geht in Berlin?

Mein Kommentar zur Antwort auf meine Anfrage: "Anerkennung ausländischer Abschlüsse in Berlin läuft miserabel. Was viele aus eigener Erfahrung in den Beratungsstellen beklagen, belegen die Zahlen, die meine Anfrage liefert. Das wird indirekt aber auch dadurch belegt, dass einige Fragen nicht oder ausweichend beantwortet wurden. Hier nur einige Eckdaten: An die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend un Wissenschaft wurden 2015 616 Anträge gerichtet, davon 39 positiv beschieden. Das sind gerade einmal 6,3 %. An die IHK FOSA richteten sich 225 Anfragen, positive bescheide gab es in 97 Fällen, das sind immerhin 43 %. Die Baukammer beschied von 133 Anträgen 120 positiv, die Zentralstelle von 35 immerhin 11 positiv. Erschreckend ist auch die Statistik über die Herkunftsländer der Antragsteller*innen: nur 4,7 % stammen aus Afrika (dazu gehören auch die Magrebstaaten) und 11,3 % aus Asien – dazu gehört statistisch der Nahe Osten, also u.a. Syrien. Damit ist klar: Die Geflüchteten sind im Berliner IQ-Netzwerk noch überhaupt nicht angekommen. Eine Aussage darüber, wie die Mentorenprogramm angenommen werden (Frage 17), ist angeblich überhaupt nicht möglich. Diese Fallzahlen müssten die Träger (TBB, life e.V. etc.) allerdings vorhalten. Offenbar wollte die Verwaltung dort aber nicht nachfragen."

Das Druckdokument zur Schriftlichen Anfrage "Anerkennung ausländischer Abschlüsse: Was geht in Berlin?" (17/18876) finden Sie hier.

 

 

 

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