13. Juni 2016

Susanna Kahlefeld im Interview zu ABCami

Am 18. Mai habe ich die Nord-Neukölln ansässige Freie Mimar Sinan Moschee besucht und mich über deren Teilnahme am deutschlandweiten Projekt ABCami - Alphabetisierung und Grundbildung an Moscheen informiert. ABCami unterstützt Menschen mit Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben und nutzt dabei den Lernort Moschee, um die Menschen dort zu erreichen, wo sie sich in ihrem Alltag wohlfühlen.

 

Lesen Sie hier meine Antworten aus dem Interview:

1. Warum finden Sie ABCami wichtig?

Viele Menschen, die in Moscheegemeinden gehen, suchen dort mehr als einen Ort zur Ausübung ihrer Religion. Sie fühlen sich mit den anderen Menschen wohl und zu Hause, sie finden Menschen, mit denen sie gemeinsam aktiv werden können. Deshalb kümmern sich viele mit und in ihrer Gemeinde um Geflüchtete. Moscheegemeinden können eine Brückenfunktion in die Gesellschaft oder den Kiez haben. Das sollten sie noch viel mehr werden. Da passt es, das es nun auch Alphabetisierungskurse gibt. Ich hoffe, dass das Projekt durch seine Bekanntheit dazu beiträgt, dass Voruteile gegenüber Moscheen abgebaut werden.

2. Was gefällt Ihnen am ABCami-Ansatz?

ABCami geht auf die Menschen zu und sucht sie dort auf, wo sie sich gern aufhalten und Gut finde ich auch, dass mit dem Deutschlernen zugleich eine Stärkung der Kompetenzen in der Muttersprache verbunden wird. Das geht mit dem kontrastiven Ansatz. Damit wird es leichter gemacht, die ersten Schritte zum Deutschlernen zu machen und selbständiger zu werden. Es gefällt mir auch, dass die Moscheegemeinden so einen aktiven Beitrag zum Empowerment ihrer Mitglieder leisten.

3. Was wünschen Sie sich vom Projekt?

Natürlich wünsche ich mir, dass das Projekt lange laufen kann und noch viel mehr Moscheegemeinden mitmachen.

Link zu Interview auf www.giz.berlin

 

 

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