2011–2026: Für Neukölln und eine offene Stadt

Von 2011 bis 2026 durfte ich als direkt gewählte Abgeordnete den Neuköllner Wahlkreis 2 im Berliner Abgeordnetenhaus vertreten. Fünfzehn Jahre, in denen ich mich mit großer Leidenschaft dafür eingesetzt habe, dass alle Menschen ihre Stadt mitgestalten können – unabhängig davon, wie viel Geld sie haben, woher sie kommen oder ob sie sich schon immer politisch eingemischt haben. In meiner Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im Abgeordnetenhaus von Berlin war ich Sprecherin für Beteiligung & Engagement, Europa und Religionspolitik.

Mir war dabei immer wichtig, Politik nicht über die Köpfe der Menschen hinweg zu machen. Mehr Teilhabe und echte Beteiligung, eine lebendige Demokratie und starke Nachbarschaften waren deshalb ein roter Faden meiner Arbeit. Das Tempelhofer Feld ist für mich dafür ein besonderes Beispiel: ein Freiraum für alle, ein Stück Stadt, das allen gehört, und zugleich ein beeindruckendes Beispiel dafür, was direkte Demokratie und engagierte Bürger bewegen können. Dass das Feld heute weitgehend unbebaut ist, ist auch ein Erfolg der vielen Menschen, die sich eingemischt und gemeinsam für ihre Vorstellung von Stadt eingesetzt haben.

In Neukölln und Berlin ging es mir um ganz konkrete Verbesserungen im Alltag: um bezahlbare Mieten und das Recht auf Stadt, um sichere und gute Radwege, um soziale Gerechtigkeit, um starke Kieze und darum, dass Menschen ihre Stadt und ihr eigenes Umfeld mitgestalten können. Und es ging für mich immer darum, Rechts etwas entgegenzusetzen: Rassismus, Antisemitismus und jede Form von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit nicht unwidersprochen stehen zu lassen, sondern politisch zu handeln, Solidarität zu stärken und Räume für eine offene, vielfältige und demokratische Gesellschaft zu verteidigen.

All das war keine Arbeit, die man allein machen kann. Ich danke den vielen Menschen, die mich begleitet, herausgefordert und unterstützt haben: meinen Kolleg:innen in der Fraktion und im Parlament, den Initiativen, Vereinen und Organisationen, den engagierten Menschen aus der Zivilgesellschaft und vor allem den vielen Nachbar:innen in Neukölln. Danke für das Vertrauen, für die gemeinsamen Kämpfe, für kontroverse Diskussionen und für die vielen Momente, in denen aus einer Idee gemeinsames Handeln geworden ist.

Die Arbeit für Neukölln geht natürlich weiter. Ich freue mich sehr, dass meine geschätzte Kollegin Bahar Haghanipour künftig den Wahlkreis vertreten wird. Sie bleibt im Bürger*innenbüro „Grün vor Ort“ in der Friedelstraße 58 ansprechbar – für Anliegen, Ideen, Kritik und neue gemeinsame Projekte.

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