„Mehr Demokratie wagen“, sagte Willy Brandt. Über eine Million Berliner haben vor einem Jahr am 25. Mai 2014 beim Volksentscheid über das Tempelhofer Feld ihr Recht auf direkte Demokratie wahrgenommen und sich an der Wahl beteiligt – ein Gewinn für die Demokratie.
Die Berliner führten im Wahlkampf eine breite und informierte stadtentwicklungspolitische Debatte miteinander – ein Gewinn für die Demokratie. Die Wahlbeteiligung an der gleichzeitig stattfindenden Europawahl stieg – ein Gewinn für die Demokratie.
739.124 Wähler stimmten in allen Bezirken Berlins für den Gesetzesvorschlag der Bürgerinitiative 100% Tempelhofer Feld. Das war eine Zustimmung von 64,3%. Damit war das erforderliche Quorum mit 116.282 Stimmen weit überschritten worden. Der Volksentscheid über den Erhalt des Tempelhofer Feldes war damit einer der erfolgreichsten Volksentscheide in der Bundesrepublik und in Berlin.
Der Gesetzentwurf des Abgeordnetenhauses dagegen wurde mit 59,3% – das waren 588.586 Nein-Stimmen - abgelehnt.
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