bereits seit Jahren ziehen EU-Bürger*innen nach Berlin-Neukölln – ihre Zahl ist von 18.112 in
2007 auf 30.555 in 2015 gestiegen. Sie kommen aus EU-Ländern mit schlechteren
Wirtschaftsverhältnissen und suchen hier eine berufliche Perspektive. Das grundlegende Recht
auf Arbeitnehmerfreizügigkeit kann aber in der Praxis nicht so einfach verwirklicht werden;
neben mangelnden Sprachkenntnissen stehen dem auch andere Hürden (wie z.B. fehlende
Kenntnisse über den Deutschen Arbeitsmarkt) entgegen.
Dem Bezirksamt Neukölln wurde Anfang 2015 ein Projektantrag im Rahmen der
Integrationsrichtlinie Bund mit dem Handlungsschwerpunkt Integration statt Ausgrenzung (IsA)
bewilligt. Das Projekt wird nun seit dem 1.9.2015 im Kooperationsverbund mit dem Träger
AYEKOO Arbeit und Ausbildung e.V. und dem Bezirklichen Bündnis für Wirtschaft und Arbeit
(BBWA) umgesetzt.
Nach 365 Tagen stellen wir in einer Zwischenbilanz die Ergebnisse von "CARRIERA – Wege
für EU-Bürger*innen in Ausbildung, Arbeit und Qualifizierung" vor. Da EU-Bürger*innen oftmals
nur über einen Minijob den Zugang zum Arbeitsmarkt erhalten, schlagen wir an diesem Tag den
Bogen auch zur Senatsinitiative „Joboption“ mit der Wanderausstellung "Warum Minijob? Mach
mehr draus!".
