Initiiert und umgesetzt von Berlin Postkolonial und der Gestalterin Helga Lieser, wird künftig eine historische Informationstafel an die Übergabe der so genannten Dibobe-Petition im Reichskolonialministerium im Sommer 1919 erinnern. Die Tafel wurde auf Empfehlung des Historischen Beirats durch das Land Berlin finanziert.
Die 'Dibobe-Petition' ist eines der ersten und bedeutendsten Dokumente des kollektiven Widerstands der afrikanischen Diaspora in Deutschland gegen Kolonialismus und Rassismus.
Die aus dem heutigen Kamerun und Tansania stammenden Unterzeichner der Eingabe an die Nationalversammlung in Weimar wandten sich gemeinsam gegen den systematischen Bruch der Völker- und Menschenrechte im kaiserlichen Kolonialreich. Sie forderten "Gleichberechtigung und Selbstständigkeit" für Menschen in und aus den deutschen Kolonien.
