Erhalt des Prinzesinnnengartens in Gefahr

Erst 2019 war der Prinzessinnengarten vom Moritzplatz auf den alten St Jacobi II Friedhof in Neukölln gezogen, sein Erhalt schien damit langfristig gerettet zu sein. Der Evangelische Friedhofsverband Stadtmitte, dem die Friedhofsfläche gehört, war von den Plänen des Kollektivs welches im Garten niedrigschwellige Umweltbildungs- und Partizipationsmöglichkeiten im urbanen Raum leistet, überzeugt. Ein Pachtvertrag wurde abgeschlossen. Die Zusammenarbeit mit dem Prinzessinnengarten könnte zum Vorzeigeprojekt für eine ökologisch und sozial sinnvolle Nachnutzung von nicht mehr genutzten Friedfhofsflächen werden.

2020 jedoch verlangt nun der CDU (Ex-AfD)- Umweltstadtrat Eberenz u.a. den Abbau sämtlicher Beete und der Torftoilette und beruft sich dabei auf einen Landschaftsplan von 1993 der nie umgesetzt wurde. Ein neues Bebauungsplanverfahren für die Fläche ist derzeit in Bearbeitung.
Im dicht bebauten Neukölln ist ein Projekt wie der Prinzessinnengarten für alle ein großer Gewinn, besonders auch die Kinder profitieren von den vielen offenen Angeboten für Umweltbildung. Als Teil des europäischen Edible-City networks trägt der Garten zudem zur wissenschaftlichen Begleitung und Erforschung von best practice Beispielen von nachhaltigen Lösungen für den Anbau von Obst und Gemüse in Innenstädten bei.

Aber bei den vielen Unterstützer*innen des Projekts und den Anwohner*innen regt sich Wiederstand. Eine Petition für den Erhalt des Gartens hat in kürzester Zeit schon knapp 6000 Unterschriften gesammelt.

Weitere Informationen:
Zur Petition für den Erhalt des Prinzessinnengartens
Artikel des Tagesspiegels „Umweltamt fordert Rückbau der Prinzessinnengärten“ (24.4.2020)
Zur Homepage des Gartens

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