Hier geht es zum Positionspapier.
Der Beitrag der freiwilligen Helferinnen und Helfer in der Flüchtlingshilfe kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden – in fast allen Bereichen von Unterbringung bis Integration haben sie sich zu wichtigen Säulen entwickelt. Sie heißen die Asylsuchenden täglich willkommen, sammeln und verwalten Spenden, helfen bei Behördengängen, Spracherwerb oder Kinderbetreuung.
Dafür verdienen sie Dank und Anerkennung. Der Senat darf jedoch nicht aus der Verantwortung entlassen werden, seinen Aufgaben nachzukommen. Uns Grünen ist es wichtig, dass es langfristig zu einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen den freiwillig Engagierten und den Behörden kommt. Wir wollen, dass sich das gesellschaftliche Engagement durch nachhaltige Unterstützung optimal entfalten kann, ohne dass den Freiwilligen weiterhin Überforderung als Lohn für ihren Einsatz droht. Wir möchten dazu beitragen, dass es klare Strukturen und Zuständigkeiten in der Zusammenarbeit gibt, die den Freiwilligen Raum geben mitzugestalten, ohne dass staatliche Verantwortungsbereiche in Frage gestellt werden.
Ein weiteres Ziel ist es, die etablierten Strukturen des bürgerschaftlichen Engagements mit den neuen Initiativen zusammenzubringen: Wo können sie voneinander profitieren? Was können sie voneinander lernen? Dafür machen wir kurzfristige und langfristige Vorschläge:
- Verträge mit den Betreiber*innen von Unterkünften neu gestalten
- Bildungs- und Reflexionsmöglichkeiten für die Freiwilligen
- Koordinierungsstellen schaffen: „Ehrenamt braucht Hauptamt“
- Langfristig mit einer „Berliner Ehrenamtsstrategie“ alles neu aufrollen
- Anerkennung von freiwilligem Engagement
Oft braucht es nur guten Willen und kreative Lösungen, um für alle Seiten enorme Fortschritte zu erzielen. Nicht zuletzt bieten die Anforderungen an Kooperationsbereitschaft und Anerkennung, die sich aus der Quantität und Qualität der freiwilligen Arbeit für die Geflüchteten in Berlin derzeit ergeben, die Chance, endlich zu Neuerungen zu kommen, die schon lange überfällig sind. In anderen Bundesländern findet freiwilliges Engagement auf einem ganz anderen Niveau der Einbindung und Anerkennung statt, Berlin könnte und muss jetzt aufschließen.
Lesen Sie hier unser komplettes Positionspapier.
Stellungnahme des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Berlin zum Entwurf des Masterplans für Integration und Sicherheit: "Integration kann nur gelingen, wenn sie mit den Menschen gemeinsam erfolgt, diese einbezieht und ernst nimmt"
Vorschlag des Netzwerks „Berlin hilft!“ zu "Ehrenamt und private Betreiber"
