Eröffnung der Ausstellung "Vom Sehen und Gesehen werden - 30 Jahre Karneval der Kulturen"

Der Karneval der Kulturen ist seit 1996 zugleich öffentliche Bühne kollektiver Selbstermächtigung und zuweilen ein Spiegel, in dem die Stadt ihr Begehren auf die Anderen projiziert. Diese Ambivalenz ist der Ausgangspunkt der Ausstellung. Wer schaut? Von wo aus? Und welche Strategien entwickeln diejenigen, die angeschaut werden, um sich in diesem Blick zu behaupten, ihn zu unterlaufen, zu ironisieren, zurückzublicken oder schlicht zu verweigern? Die vierzehn hier versammelten Positionen arbeiten in völlig unterschiedlichen ästhetischen Sprachen und Strategien. Gemeinsam befragen sie Blickregime sowie die kontinuierliche, oft unsichtbare Arbeit, als mehrdimensionale Diaspora zu existieren und zu handeln, und schlagen jeweils eigene Fragestellungen und Bedingungen der Sichtbarkeit vor.

« Zurück