Umbenennungsaktion Jahn-Denkmal

In Berlin, insbesondere in Neukölln, darf antifeministische Erinnerungskultur keinen Platz haben. Anlässlich des Internationalen Frauen(kampf)tags wird daher zu einer Enthüllungsaktion mit Kundgebung am Jahn-Denkmal in der Neuköllner Hasenheide eingeladen.

Friedrich Ludwig Jahn wird häufig als „Turnvater“ geehrt. Dies wird jedoch kritisch betrachtet, da Jahn antisemitische, nationalistische und antifeministische Ansichten vertrat. Vor diesem Hintergrund wird dazu angeregt, über mögliche Alternativen für die Hasenheide nachzudenken, die zu einem modernen Neukölln im Jahr 2025 passen.

Anstelle von Jahn wird eine Frau in den Fokus gerückt: die Artistin Rosl Persson. Persson (1908–2010), geboren in Rixdorf, war eine herausragende Artistin und Turnerin. Als eine der ersten Frauen in ihrem Bereich prägte sie den Sport in Berlin und setzte neue Maßstäbe für die weibliche Sportwelt. In jungen Jahren erlebte sie die Einschränkungen der NS-Diktatur und des Zweiten Weltkriegs. In der Nachkriegszeit emanzipierte sie sich und engagierte sich bis ins hohe Alter für den Sport von Mädchen und Frauen. Ihre künstlerische Begabung und ihr Einsatz für die Gleichberechtigung im Sport machen sie zu einem bedeutenden Vorbild.

Diese Aktion lädt zur Auseinandersetzung mit Antifeminismus in der Erinnerungskultur ein und zeigt, dass es beeindruckende weibliche Vorbilder im Sport gibt.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, ein Zeichen zu setzen und an der Veranstaltung teilzunehmen!

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